Wohnhaus in Tübingen

Für eine Familie in Tübingen plante das Atelier W3 ein eineinhalbgeschossiges Wohnhaus in Holzständerbauweise. Die Lage des Grundstücks in einer bebauten Ortschaft führten zum Konzept eines eineinhalbgeschossigen Baukörpers. Die individuelle Planung ist ganz auf die räumlichen Erfordernisse der Bauherrschaft abgestimmt. Im Erdgeschoss und Obergeschoss wurde Wohnraum mit Blick auf die umliegende Landschaft geplant. Die individuellen Wünsche der Bauherrschaft wurden damit von Hans Max Wurth bis ins Detail umgesetzt. Das Gebäude wurde in Holzständerbauweise geplant und erfüllt den Niedrigenergiestandard.

Kurzübersicht zur Bauförderung von Neubauten durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Ziel der Förderung durch die KfW ist die Finanzierung besonders energiesparender Gebäude im Rahmen des CO2 Förderprogramms des Bundes.

Das Programm dient der zinsgünstigen langfristigen Kreditfinanzierung der Errichtung oder des Ersterwerbs von KfW-Effizienzhäusern mit niedrigem Energieverbrauch und CO2 Ausstoß.

Die Förderung soll darüber hinaus die finanzielle Belastung durch Bau- und Heizkosten reduzieren

und für den Nutzer langfristig kalkulierbar machen. (Quelle: KfW.de)

Gefördert werden von der KfW der Neubau oder Erwerb eines KfW-Effizienzhaus 70, 55 oder 40 oder eines vergleichbaren Passivhauses. Ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht den Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) für den Neubau.

Das KfW-Effizienzhaus 70 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 70 % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV.

Das KfW-Effizienzhaus 55 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV.

Das KfW-Effizienzhaus 40 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 40 % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV.

KFW Förderung

Folgende Überlegungen sind deshalb bei der Bauplanung mit einzubeziehen: Die Verwendung einer Holzpellet- bzw. Biomasseheizung oder Wärmepumpe. Die Planung einer Solaranlage für Brauchwassererwärmung. Eine hocheffiziente Außenwanddämmung, sowie Dämmung der Kellersohle oder Bodenplatte und Dachdämmung. Der Einbau von Fenstern mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen.

Beim Neubau werden die Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten) sowie die Kosten für Beratung, Planung und Baubegleitung gefördert. Gefördert werden auch Umnutzungen von Nicht-Wohngebäuden, zum Beispiel Scheunen, zu Wohngebäuden. Die Kosten des Baugrundstücks werden gefördert, wenn es höchstens 6 Monate vor Antragseingang bei der KfW erworben wurde.

Außerdem werden gefördert die Baukosten, wie Material- und Arbeitskosten, die Baunebenkosten sowie Planungshonorar, den Energie- bzw. Bauberater, die Notar-, Maklergebühren, die Grunderwerbssteuer und die Kosten für die Außenanlagen. Gefördert werden natürliche Personen, Wohnungseigentümer-gemeinschaften und Gesellschaften bürgerlichen Rechts.

Bauatelier W3 plant zwei Doppelhäuser bei Heilbronn

Für zwei Doppelhäuser in der Nähe von Heilbronn erstellte das Bauatelier W3 die Bauplanung. Der Bebauungsplan sieht vor, dass die Gebäude versetzt zueinander stehen und mit Satteldach zu planen sind. Die Bauherrschaft besteht aus zwei verwandten Familien. Hans Max Wurth hat die Gebäude so gestaltet, dass diese aufeinander abgestimmt sind und als Ensemble wirken. Trotzdem gelang es, für jede Partei die individuellen Wünsche im Raumprogramm umzusetzen.

Doppelhaus in der Nähe von Heilbronn Bauplanung: Hans Max Wurth

Doppelhaus in der Nähe von Heilbronn
Bauplanung: Hans Max Wurth

Beide Gebäude werden von der nördlichen Straßenseite erschlossen. Die Einzel-garagen sind auf der Grundstücksgrenze konzipiert. Die Küchen sind bei beiden Häusern zur Straße orientiert. Zum Westen und Osten sind die Essbereiche und zum Süden hin die optimal belichteten Wohnbereiche geplant. Über eine ½ gewendelte Treppe werden im Dachgeschoss die Kinderzimmer, das Schlafzimmer und ein großes Wellnessbad erschlossen.

Doppelhaus, geplant als Effizienzhaus 70

Doppelhaus, geplant als Effizienzhaus 70

Beide Gebäude sind voll unterkellert und in massiver Bauweise als Effizienzhäuser 70 konzipiert. Im Untergeschoss sind Technikräume und Kellerräume untergebracht.
Für die Gartenbewässerung und Brauchwassernutzung ist für jedes Gebäude eine Zisterne angedacht. Die Freiraumplanung wurde von Bauatelier W3 ganz auf die beiden Wohnhäuser abgestimmt. Durch die gleichzeitige Realisierung beider Gebäude ist eine kostenoptimierte Umsetzung gewährleistet.

Einstieg in die Bauplanung

Hat man sich für den Bau eines Eigenheimes entschieden, so empfiehlt sich eine systematische Herangehensweise für den Einstieg in die Planung. Zunächst gilt es einen erfahrenen Planungspartner mit der Erstellung eines Planungskonzeptes heranzuziehen. Das Grundstück muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht erworben sein. Es ist sogar sinnvoll vor dem Grundstückskauf die mögliche Bebauung zu klären um sicherzustellen dass das gewünschte Raumprogramm sich auch umsetzten lässt.

Wohnhaus Innenansicht Gebäudeplanung: Bauatelier W3

Wohnhaus Innenansicht
Gebäudeplanung: Bauatelier W3

Bei der Vorplanung empfiehlt es sich deshalb von Beginn an den Bebauungsplan (zeichnerischer Teil und Textteil) mit einzubeziehen. Diese Unterlagen sind beim zuständigen Bauamt zu erfragen. Sie geben darüber Auskunft wie viel Grundstückfläche (GRZ) und wie viel Geschossfläche (GFZ) realisiert werden darf. Außerdem gibt es in der Regel Vorgaben zu der Dachneigung sowie der Trauf- und Firsthöhen und der Dachrichtung. Oft gibt es auch Vorgaben wo die Garage geplant werden muss und in welchem Bereich das Gebäude geplant werden darf (Baufenster, Baugrenze, Baulinie)

In alten Innenstadtlagen und Ortskernen ist häufig kein gültiger Bebauungsplan vorhanden. Ist dies der Fall so wird in der Regel der §34 des Baugesetzbuches herangezogen. (siehe früherer Blogeintrag)

Außerdem macht es Sinn die auch die Topografie des Grundstücks von einem Geometer aufnehmen zu lassen. Der Geometer erfasst dabei die genauen Grundstücksgrenzen und die Geländehöhen. Besteht ein Baufenster kann dieses exakt eingezeichnet werden. Der Planer kann dann von Anbeginn mit einem exakten Geländemodell arbeiten.

Die frühzeitige Anwendung von CAD bei der Bauplanung hat den Vorteil, dass für die Bauherrschaft schon früh ein hohes Maß an Planungssicherheit besteht. Dabei wird zunächst ein dreidimensionales Geländemodell und dann ein virtuelles Gebäudemodell (BIM) im Maßstab 1:1 erstellt. Alle Zeichnungen werden dann mit Hilfe von diesem Computermodell erzeugt. Das virtuelles Gebäudemodell wird dann nach den jeweiligen Planungssitzungen solange angepasst bis alle Änderungswünsche eingearbeitet sind. Dadurch dass alle Gebäudemassen in  einem solchen Modell automatisch mitgeneriert werden kann schon in einem frühen Stadium sehr genau die Baukosten ermittelt werden. Ein weiterer großer Vorteil sehen wir darin, dass von Anbeginn die topografische Lage des Grundstücks mit berücksichtigt und das Gebäude darauf abgestimmt werden kann.

CAD wird im Bauwesen immer bedeutender

Leistungsfähige Architektursoftware wird im Bauwesen immer wichtiger. So können mit moderner CAD-Software schon in einem sehr frühen Stadium komplexe Geländesituationen dargestellt und die Belichtungsverhältnisse simuliert werden.
Der Planer erstellt keine zweidimensionalen Zeichnungen
mehr, sondern erstellt ein digitales Gebäudemodell im Maßstab 1:1 und leitet dann davon alle wichtigen Zeichnungen, wie Grundrisse, Ansichten und Schnitte ab. Auch die Raumgrößen und Volumen können
von Anfang an ermittelt und das Gebäude von Beginn an zusammen mit dem bestehenden Gelände dargestellt werden.
Der Bauherr erhält so schon zu einem sehr frühen Stadium wichtige zusätzliche
Entscheidungshilfen.
In einer Gebäudeanimation kann ein virtueller Rundgang durch das Gebäude
erstellt werden. Großes Potential hat das virtuelle Gebäudemodell auch in der Realisierung. Die CAD Daten
können als Grundlage für den Geometer und den Statiker exportiert werden. Es ist sogar möglich dass z.B. der Haustechniker im gleichen digitalen Gebäudemodell arbeitet. Außerdem erhalten die Genehmigungsbehörden eine bessere Entscheidungsgrundlage für das Baugenehmigungsverfahren.
Planungsbeispiel:

Planungsbeispiel 2

Planungsbeispiel  Wohnhaus